image

Marie-Theres Arnbom

»Ihre Dienste werden nicht mehr benötigt«

Aus der Volksoper vertrieben – Künstlerschicksale 1938

Mit 93 Abbildungen

image

Besuchen Sie uns im Internet unter:

amalthea.at

volksoper.at

© 2018 by Amalthea Signum Verlag, Wien

Alle Rechte vorbehalten

Umschlaggestaltung: Elisabeth Pirker/OFFBEAT

Umschlagfotos: Cover: Bildarchiv Österreichische Nationalbibliothek (oben), Imagno/Austrian Archives (unten); Rückseite: Greta Brunner-Staudt (links), Mikael Holewa (Mitte), Peter Paul Fuchs Papers, University of North Carolina, Greensboro (rechts)

Lektorat: Helene Sommer

Herstellung und Satz: VerlagsService Dietmar Schmitz GmbH, Heimstetten

Gesetzt aus der 11,5/15 pt Minion Pro Caption

Designed in Austria, printed in the EU

ISBN 978-3-99050-142-9

eISBN 978-3-903217-38-6

Inhalt

Eine Spurensuche

Wie alles begann … Der Weg der Volksoper 1898 bis 1938

Die Abschiedsstunde

Gruß und Kuß aus der Wachau

Jara Beneš und die Jazz-Operette, das Schreckgespenst der Nazis

Die Librettisten. Fritz Löhner-Beda, Kurt Breuer und Hugo Wiener

Das gemeinsame Ende beginnt in Bad Ischl

Vamos a Colombia

Lohengrin, der fliegende Freischütz vom Wolfgangsee

»Geschmackvoller Regisseur und reichbegabter Darsteller«. Eugen Strehn

Ein origineller Choreograph. Harry Neufeld

Verschwunden in Brasilien. Kurt Hesky

Von der Vision zur Wirklichkeit. Der Bühnenbildner Karl Josefovics

Die Direktoren

»Emigrantis jedenfalls ist eine Krankheit«. Karl Lustig-Prean

Jean Ernest und der rumänische König

»Die Verlassenschaft wurde armutshalber abgetan«. Alexander Kowalewski

»Eiserner Bestandteil der Volksoper«. Langjährige Mitarbeiter

»Wir hatten völlig ›österreichisch‹ gelebt …« Leo Kraus und Kurt Pahlen – von Wien nach Argentinien

»Vienna was frozen«. Heinrich Krips in Australien

Ein berühmter Name und plötzlich amerikanischer Dirigent. Fritz Fall

Eine stadtbekannte Persönlichkeit. Theaterarzt Friedrich Schreiber

Ein Sänger und eine Sängerin

»Komm, laß uns die Welt vergessen«. Der Wunsch Victor Flemmings

»Unser Leben sind ja Eure Briefe«. Das Schicksal der Sopranistin Ada Hecht

»Wir bedauern sehr oft, dass wir so weit auseinander sind«. Freundschaften zwischen Orchestermusikern

»Die allermeisten sterben hier an Herzschlag«. Marco Frank – von der Zeit überrollt

Eine Wiener Mischung. Franz Ippisch

Der Konzertmeister und die Sopranistin. Fritz Brunner und Paula Bäck

Botschafter der Moderne

Kompromisslos und streitbar. Hans Holewa

»Ein Empfinden tiefster allumfassender Sympathie …« Heinrich Jalowetz

Erfolgreich in der Neuen Welt

»Der Dirigent verschwindet, nur die Musik bleibt«. Fritz Stiedry

Der Zar der Oper. Kurt Herbert Adler

Das Phantom der Oper. Walter Taussig an der Met

Die New York City Opera und László Halász

»Black is beautiful«. Der unermüdliche Operngründer Walter Herbert

»We met at the Met«. Peter Paul Fuchs

Lebensdaten der Künstler

Anmerkungen

Quellen und Literatur

Bildnachweis

Namenregister

Eine Spurensuche

Aus Nachbarn werden Diebe, aus Freunden Feinde, aus Menschen Bestien. Demütigungen, Vertreibung, Folter und Mord bilden ein Ventil für den plötzlich ausbrechenden Hass. Wo bleiben Respekt und Anstand? Erinnerungen einer Juristin, die, statt an der Universität zu studieren, Spargelstechen muss und wie Vieh behandelt wird. Erinnerungen einer Opernsängerin, die entrechtet und entwürdigt ihr Dasein in einer Sammelwohnung zubringen muss und ihr Ende in den Gaskammern von Auschwitz findet. Ein Librettist, der in Auschwitz zu Tode geprügelt wird. Dirigenten, Sänger, Ärzte, Librettisten, die sich in fremden Ländern mühsam und ohne Anerkennung ihrer bisherigen Karrieren eine neue Existenz schaffen müssen – zumeist mit großem Erfolg. Zugleich wurden europäische Kultur und Musik in der Welt bekannt gemacht – die als »entartete Musik« eingestuften Werke haben ihre Botschafter gefunden, die unermüdlich für die Moderne kämpfen. Doch nicht nur diese Werke, sondern die gesamte mitteleuropäische Musiktradition verbreitet sich mithilfe dieser »Botschafter wider Willen« in der ganzen Welt.

Was für ein enormes Potenzial ist Österreich verloren gegangen. Direktoren bedeutender Opernhäuser, Coaches der Stars, Dirigenten von Weltrang, Musiker in führenden Orchestern, Komponisten von Zwölftonmusik wie Filmmusik, bedeutende Lehrer, Veranstalter und Volksbildner sind Österreich und Mitteleuropa abhandengekommen – und bis dato haben sich viel zu wenige Menschen für sie interessiert. Publikationen über die Schicksale in den diversen Zufluchtsländern gibt es vereinzelt. Aber: Die hinterlassenen Dokumente, Briefe und Texte sind meist auf Deutsch und oft handschriftlich – das kann in den Zufluchtsländern niemand lesen. Österreichische Forscher und Forscherinnen sind gefordert: Die Quellen liegen auf der Straße, sie müssen nur aufgehoben werden. In Wien, in New York, in San Francisco, Los Angeles oder San Diego, ganz zu schweigen von England und Australien. Auch die Forschung in Südamerika liegt brach, gerade dort erweist es sich als besonders schwierig, einzelnen Lebensgeschichten nachzuspüren – Zufälle, Bekanntschaften und neu gewonnene Kontakte geben die Möglichkeit, ein etwas umfassenderes Bild zu schaffen. Dieses bleibt trotz aller Bemühungen fragmentarisch.

Wer steht im Mittelpunkt dieses Buches? Es sind Menschen, die eine Verbindung zur Volksoper haben, als Direktoren, Dirigenten und Korrepetitoren, Sänger und Sängerinnen, Musiker und der Theaterarzt, stellvertretend für viele andere. Mit dem knappen Statement »Ihre Dienste werden nicht mehr benötigt« enden ihre Karrieren in Österreich.

Trotz der schwierigen Quellenlage hat das Material unglaubliche Ausmaße angenommen. 4000 Seiten Primärquellen, ergänzt durch Bücher, Autobiographien, kleine Hinweise und Interviews ergeben eine Ausgangssituation, die einzigartig ist. So vieles ist verzahnt ineinander, so viele Kontakte helfen weiter – allein das Netzwerk der Metropolitan Opera bringt eine Fülle an Details zutage, die für mehrere Bücher ausreicht.

Das Archiv der Metropolitan Opera ist eine eigene Welt: Ein alter, gebeugter Mann führt mich in einen Raum voller Artefakte, Statuen, Fotos und unzähliger Dokumente. Verträge, Fotos und Presseausschnitte der Dirigenten Walter Taussig und Fritz Stiedry kommen zum Vorschein – eine großartige Quelle, die tiefe Einblicke bietet, vor allem auch in die unterschiedlichen Verdienste. Ich darf aus dem Orchestergraben einen Blick in den Zuschauerraum werfen, auf den Pulten liegen die Noten zu Richard Strauss’ Ballett Schlagobers – ein Gruß aus Wien.

Man muss aber gar nicht so weit gehen: In der Wienbibliothek befinden sich Briefe von Marco und Bertha Frank in New York an Franz und Mitzi Ippisch in Guatemala – keine Zensurbehörde beeinflusst die Korrespondenz. Bertha nimmt sich kein Blatt vor den Mund – warum auch! Ihre Wortwahl entspricht der Realität, es gibt wenige Zeitdokumente in dieser Intensität. Ein Bestand, der der Aufarbeitung harrt.

Bertha Frank konstatiert: »Die allermeisten sterben hier an Herzschlag.« Was soll man dem hinzufügen. Sie schreibt über einen Musiker, der wieder nach Wien zurückgekehrt ist: »In Wien ist er wieder ein Kulturmensch, hier war er ein Proletarier. So ist es in der Wirklichkeit.«1

Diese Fülle an Material zeigt auch meine Grenzen: Ich kann nur hineinstechen, Bruchstücke herausholen, Details thematisieren. Es gibt unendlich viel zu tun. Das Buch kann nur einen Anstoß geben, sich mit den Schicksalen und Karrieren dieser unterschiedlichen Künstler weiter auseinanderzusetzen. Und meine Hoffnung ist es, dass die Universitäten zukünftige Diplomanden und Dissertanten unterstützen werden, ungehobene Schätze aufzuarbeiten, um den Menschen ihre Geschichte zurückzugeben.

Die Recherche bringt auch einen ganz neuen Aspekt mit sich: die Erinnerungen der Familien. Der Kontakt mit Witwen, Kindern und Enkelkindern bietet Einblicke jenseits der Fakten und erweitert so die Wahrnehmung um sehr persönliche Aspekte, die oftmals nur innerhalb der Familien tradiert wurden. Welche Sprache wurde gesprochen? Hat sich der österreichische Akzent bewahrt? Wie war die Beziehung zu Wien? Gab es Besuche in Österreich? Was wurde erzählt und – fast noch wichtiger – was wurde nicht erzählt?

Die Kontakte mit den Familien gestalten sich völlig unterschiedlich. Da gibt es die unvergleichliche Elissa Fuchs, 99 Jahre alt, voller Geschichten und Erinnerungen, die sie viele Stunden lang in Greensboro, North Carolina, mit mir teilt. Ein aktuelles Foto zeigt eine unglaublich elegante, zurechtgemachte Erscheinung – eine in Würde gealterte Primaballerina mit Stock an der Ballettstange. Wir treffen uns in ihrem Appartement, umgeben von Fotos und Erinnerungen – und von ihrem Hochzeitskleid, das ihre Schwiegermutter 1949 aus goldenem Garn gestrickt hat.

Oder Henry Krips, der Österreichisch lernte, ohne Deutsch zu können. »I was born in Vienna«, sagt der in Australien geborene Henry Krips. Ich verstehe, was er meint. Eine Wiener Blase, erhalten in einer australischen Wohnung, erfüllt von Büchern, Bildern und Musik. Und von der Wiener Sprachmelodie, die die deutsche Sprache gar nicht benötigt hat. Auch auf Englisch vermittelt sich die Melodie – was für ein wunderbares Detail eines musikalischen Emigrantenlebens. Auf die Melodie kommt es an, nicht auf die Sprache per se. »Vienna was frozen.« In diesem Satz liegt die ganze Tragik des Emigrantenlebens.

Ronald Adler wiederum weiß so gut wie nichts – sein Vater hat niemals über seine Erfahrungen in Österreich gesprochen, sondern blickte nur nach vorne. Ronalds Tochter Katharina Adler setzt sich auf ihre Weise mit der Familie auseinander: Ida heißt ihr Roman über ihre Urgroßmutter, die für Sigmund Freud zum Fall Dora mutierte – bis heute ist diese kurze Begegnung mit den Anfängen der Psychoanalyse ein Thema in der Familie.

Lore Taussig, Walters Witwe, teilt ihre Erinnerungen ebenfalls mit mir, ihre Tochter Lynn ist die Verbindung. George Halász hat just in dem Augenblick, als ich ihn kontaktiere, begonnen, die Schachteln mit dem Nachlass seines Vaters durchzuschauen – und ist überfordert ob der Menge. Hans Holewas Sohn weiß nichts über die sieben Geschwister seines Vaters – als ob sie nicht existiert hätten. Christine Ippisch sucht in einem Kasten ihres Vaters in Guatemala nach Fotos ihres Urgroßvaters. Von der Existenz der Autobiographie ihres Großvaters, die zu einem Teil in Wien erhalten ist, hat sie noch nie gehört.

Die Liste ließe sich fortsetzen und ist ein Beweis für den unterschiedlichen Umgang mit der Vergangenheit – über die wenig gesprochen wurde.

Ein weiterer Aspekt betrifft das Alter zum Zeitpunkt der Vertreibung: Die jungen Musiker am Beginn ihrer Karriere hatten wesentlich bessere Chancen, sich in der Emigration neue Existenzen aufzubauen. Die älteren taten sich wesentlich schwerer, vor allem im so jugendlich-dynamischen Amerika, wie Fritz Stiedry deutlich an Arnold Schönberg schreibt. Es erfordert viel Energie, die Konkurrenz ist enorm. Die Ausdehnung Amerikas wird im Laufe der Recherche einmal mehr bewusst. In unzähligen Städten existieren Orchester, Opera Companies, Universitäten. Die österreichischen Musiker konzentrieren sich nicht nur auf die großen Ballungszentren, sondern bringen europäische Kultur und Musik in Bundesstaaten, die nicht so fashionable sind. Baton Rouge – wer hat in Europa von der Hauptstadt des Bundesstaates Louisiana schon viel gehört? Peter Paul Fuchs prägt dort 25 Jahre lang das Musikleben und spielt erstmals Bruckner und Werke der Zweiten Wiener Schule. Walter Herbert gründet die Opern in San Diego und Houston und gestaltet als musikalischer Leiter der ersten All Black Opera Company in Jackson, Mississippi, die Förderung des Nachwuchses in dieser Region entscheidend mit.

Auch in die großen Städte bringen die Emigranten Innovation: In New York ist die Met erste Anlaufstation, viele der geflüchteten Musiker finden hier einen Job, jedenfalls für den Anfang, als Sprungbrett – daraus ergeben sich lebenslange Verbindungen. Kurt Herbert Adler, Walter Herbert, Walter Taussig, László Halász, Fritz Stiedry und eben auch Peter Paul Fuchs kennen einander von der Volksoper und treffen sich nun wieder an der Met, um von hier aus ihre unterschiedlichen, höchst erfolgreichen Karrieren zu starten. Man ist versucht zu sagen, dass sie das Land kulturell kolonialisieren.

László Halász begründet die New York City Opera, Walter Taussig zählt zu den bedeutendsten Coaches für Starsänger an der Met. Der legendäre Kurt Herbert Adler leitet 30 Jahre die Oper San Francisco und bringt alle europäischen Stars an die Westküste. Ein Gigant der Opernwelt. Doch wer hat die 1800 Seiten transkribierter Interviews mit ihm gelesen, die es in keiner einzigen österreichischen Bibliothek gibt? Gerade einmal 50 Seiten des großen Konvoluts handeln von seiner Jugend in Wien.

Nicht nur in Amerika zeigt sich dieser »Kulturtransfer wider Willen«, so macht Heinrich Krips das australische Publikum in verschiedenen Städten mit europäischer Musik bekannt, Hans Holewa spielt als erster Musiker Schönbergs Werke in Schweden. Eugen Strehn führt die Fledermaus in Bogotá auf, Franz Ippisch beeinflusst als Militärkapellmeister in Guatemala den Musikgeschmack – Kulturvermittlung auf allen Ebenen. Leo Kraus macht eine beachtliche Karriere bis 1938 – über seine Zeit in Buenos Aires finden sich keine Spuren. Südamerika bleibt ein schwierig zu erforschendes Pflaster, was sich auch bei Kurt Hesky und Harry Neufeld zeigt. Beide finden Zuflucht in Brasilien – und verschwinden dort.

Das grauenhafte Schicksal der Sängerin Ada Hecht ist dokumentiert durch ihre Briefe an den Sohn Manfred, der rechtzeitig nach Amerika flüchten kann. Das Leo-Baeck-Institut hat die Briefe digitalisiert – 600 Seiten Verzweiflung, Panik, Todesangst und unendliche Liebe für den Sohn. Manfred Hecht hat eine Autobiographie geschrieben – der Jugend in Wien kommt ein wesentlicher Anteil zu.

Ihnen allen sei dieses Buch gewidmet.

Mein besonderer Dank gilt den Familien der hier porträtierten Künstler. Da die meisten heute nicht mehr Deutsch sprechen, sei es mir gestattet, meinen Dank auf Englisch auszudrücken:

Dear Katharina Adler, Ronald Adler, Marc Aronson, Greta Brunner-Staudt, Elissa Fuchs, George Halász, Mikael Holewa, Christine Ippisch, Henry Krips, Lore Taussig and Lynn Taussig!

It was a gift meeting you all during my research for this book. I would like to thank you for sharing your memories, stories, documents and photos with me. Thank you so much for your effort and time you put in, for the many phone calls we had, the long conversations held, the numerous emails written. Altogether I would like to thank you for your sympathy and your support. This made it possible for me to delve deeper into the life stories of your parents and grandparents. In Austria, their former home country, they are all completely forgotten. However, by writing this book I was able to pay tribute to your ancestors and to give them back the place in history they deserve. It was indeed a great honour for me to carry out my research on these powerful personalities and their corresponding life stories. I hope that I managed to describe them in all their artistic facets and to tell their stories as vividly as possible.

Weiters danke ich meiner geduldigen Familie, die mir den Rücken freigehalten und eine Sommerfrische der anderen Art erlebt hat – es gab wenige Kuchen, dafür viele Texte und jeden Tag neue Geschichten. Danke vor allem meiner Mutter Christl Arnbom, deren Sommer darin bestanden hat, Korrektur zu lesen – nicht nur einmal, sondern mehrmals. Mein Mann Georg Gaugusch hat mir wie immer viel Archivarbeit abgenommen und auf diesem Wege viele »Hard Facts« zum Vorschein gebracht, die mir die weitere Recherche erst ermöglichten.

Der Volksoper, namentlich Robert Meyer, Christoph Ladstätter und Eva Koschuh, danke ich für das Vertrauen, mir dieses Buch zu überantworten – genauso empfinde ich es: Dies zu schreiben und festzuhalten, bringt eine große Verantwortung mit sich. Der Zukunftsfonds der Republik Österreich, namentlich Kurt Scholz, hat dieses Vorhaben großzügig und voller Interesse und Wohlwollen unterstützt.

Ich sage immer: Mit mir befreundet zu sein, ist anstrengend und bedeutet Arbeit – umso dankbarer bin ich für all meine wunderbaren Freunde, die Korrektur gelesen haben, mir Ideen und Anstöße für neue Aspekte gegeben haben, allen voran Christoph Wagner-Trenkwitz, der das Buch mit Sprachgewandtheit, Wissen und Empathie geschärft hat. Auch Michael Schwanda und Susanne Müller-Hartburg haben den Sommer in St. Gilgen damit verbracht, zu lesen und vieles zu hinterfragen.

Die vielen Diskussionen mit meiner Freundin Monika Kiegler-Griensteidl möchte ich niemals missen – ihr Zuhören und ihre Ideen haben bei unserem wöchentlichen Frühstück viel bewegt.

Und viele wunderbare Menschen haben mich mit Ideen und Informationen versorgt: Felix Brachetka, der als langjähriger Archivar der Volksoper unglaubliche Basisrecherche geleistet hat. Hans-Dieter Roser, der so viel Insiderwissen mit mir geteilt und Kontakte vermittelt hat. Barbara Sauer, die mir Einblick in das Leben Friedrich Schreibers ermöglichte. Gertrud Fischer, die mit Begeisterung die Bestände des Österreichischen Theatermuseums durchforstete, um die großartigen Bühnenbilder von Karl Josefovics zu entdecken. Carlos Krafka, der den Kontakt zur Familie Ippisch in Guatemala herstellte. Theresa Stourzh, die ein Tor nach Südamerika öffnete und spanische Websites für mich durchforstete. Michael Haas, der mir den Kontakt zu Silvia Glocer in Buenos Aires herstellte.

Mein besonderer Dank gilt Cindy Rayburn, der besten und wunderbarsten Gastgeberin, die mir meine Zeit in Greensboro, North Carolina, unvergesslich gemacht hat und die mit ihrer so großen Liebe und Zuneigung zu Elissa Fuchs das Ihre dazu beiträgt, dass Peter Paul Fuchs nicht vergessen wird. Ebenso danke ich der so hilfsbereiten Archivarin Stacey Krim, die die Dokumente von Peter Paul Fuchs mit großer Wertschätzung verwaltet. Peter Clark, der Archivar der Metropolitan Opera, hat geduldig immer mehr Akten für mich herausgesucht und mir so Einblick in diese Welt ermöglicht.

Danke auch an Helene Sommer, die, der Volksoper verbunden, als penible und wissende Lektorin großartige Unterstützung gegeben hat. Am Ende bleibt mir nur mehr, dem Team des Amalthea Verlags für das Vertrauen und die Zusammenarbeit zu danken.

Marie-Theres Arnbom

September 2018

image

Wie alles begann … Der Weg der Volksoper 1898 bis 1938

Anlässlich des 50. Thronjubiläums Kaiser Franz Josephs im Jahr 1898 wird das Kaiserjubiläums-Stadttheater von einer Gruppierung engagierter Bürger an der Schnittstelle zwischen der Vorstadt Alsergrund und dem Vorort Währing gegründet – hier befindet sich auch das Zielpublikum: Gewerbetreibende und kleine Angestellte, die endlich an der Kultur partizipieren wollen.2 An einer Kultur, die nicht von »den Juden« bestimmt ist – also mit deutlicher antisemitischer Ausrichtung, wie auch die Reichspost am 16. Dezember 1898 fast schon euphorisch deutlich macht:

»Und nun ein Blick auf das Publicum! Das christliche Wien hat gezeigt und zeigen wollen, daß es auch noch da ist und bereit, sein Theater zu füllen. Auch die Berichterstatter der meisten nicht-christlichen Blätter fehlten nicht, trotz der Aufforderung des Herrn Scharf, das Jubiläumstheater ›zu meiden wie die Pest‹. Alles in Allem eröffnete die Eröffnungsvorstellung des Jubiläumstheaters dem Wiener christlichen Volke eine freudige Perspective. Möge dem glückverheißenden Anfang ein gleich glücklicher Fortgang sich anschließen und möge das Jubiläumstheater sich wirklich vollendet gestalten zu einer echt christlichen und echt deutschen Volksbühne!«

Dies bleibt auch vorerst das Motto, Lustspiele und Schwänke stehen auf dem Programm der ersten Direktion von Adolf Müller-Guttenbrunn, der 1903, nach fünf Jahren, von Rainer Simons abgelöst wird. Dessen Einstellung entspricht der ursprünglichen Ausrichtung des Hauses, doch ändert er nach einer Saison die Programmierung: Musik hält Einzug in das Haus, das nun Volksoper heißt – dies bringt den erwünschten Erfolg. Der erste Musikdirektor der antisemitisch ausgerichteten Volksoper heißt Alexander von Zemlinsky – und ist Jude. Simons erlebt den Ausbruch des Ersten Weltkrieges und bleibt bis 1917 Direktor. 1919 übernimmt Felix Weingartner, fünf Jahre lang gelingt es auch ihm, das Haus erfolgreich zu führen. Nun beginnt eine lange Phase rasch wechselnder Direktionen, die die politischen Veränderungen und wirtschaftlichen Krisen widerspiegeln. Statt der christlich-sozialen ist nun in Wien eine sozialdemokratische Regierung an der Macht, die auf die Bestellung der Direktoren Einfluss nimmt. Diese müssen Geldgeber im Hintergrund haben, da die Volksoper als privater Verein keine finanzielle Unterstützung durch die Gemeinde Wien erhält. Oft entscheidet die Politik zugunsten der Ideologie und nicht der finanziellen Sicherheit, eine Richtung, die die Volksoper nicht selten an den Rand des Ruins bringt. Immer wieder muss das Haus für einige Monate geschlossen werden, die Verträge der Direktoren laufen meist nur für ein Jahr, jeder versucht, irgendwie durchzukommen. Den größten Erfolg der Zwischenkriegszeit kann das 1927 uraufgeführte Singspiel Ich hab mein Herz in Heidelberg verloren für sich beanspruchen.

Erst ab 1935 setzt Direktor Jean Ernest auf die richtige Karte: Er arbeitet mit der Gastspieldirektion von Alexander Kowalewski zusammen, der mit en suite gespielten neuen Erfolgsoperetten das Publikum wieder ins Haus holt. Am Ende dieser Phase steht Gruß und Kuß aus der Wachau.

image

Das Ensemble der Volksoper vor dem Aufbruch zu einer Tournee nach Rumänien, Oktober 1928. Mit dabei sind: Käthe Rantzau, Ada Hecht, Paula Bäck, Magda Schwelle, Hansy Weiner, Hilde Salinger, Albin Rittersheim, Heinrich Pecher, Franz Zwonik, Otto Beer, Geza Brandt, Gustav Fußperg, Lorenz Corvinus und Georg Puntschart. Dazu noch Kapellmeister Dr. Ludwig Kaiser, Chormeister Alfred Lieger und Konzertmeister Fritz Brunner.

Paula Bäck (6. von links) und Fritz Brunner (2. Reihe, 4. von rechts) wurden von ihrer Tochter Greta identifiziert, Ada Hecht (6. von rechts) aufgrund von Fotos in der Autobiographie ihres Sohnes. Alle anderen sind – noch – im Dunkel der Vergangenheit.

Die Abschiedsstunde

Gruß und Kuß aus der Wachau

Gruß und Kuß aus der Wachau steht an einer Zeitenwende nicht nur der Volksoper, sondern der Geschichte Österreichs und Europas. Die Idylle der Operette weicht der brutalen Realität und macht den großen Gegensatz umso stärker spürbar. Hier drei fröhliche Mädel auf der Suche nach geeigneten Ehemännern im Heile-Welt-Setting der Wachau, dort unzählige Künstler auf der Flucht vor Verfolgung und Ermordung.

Diese Revueoperette feiert am 16. Februar 1938 ihre Uraufführung – in demselben Genre hatte der Komponist Jara Beneš bereits zuvor Publikumsschlager geschrieben: 1935 Der gütige Antonius und Auf der grünen Wiese im folgenden Jahr. Nun also eine neue Produktion, mit großer Ausstattung und vielen Girls. Man sieht Bilder, »die Karl Josefowics anheimelnd und heiter gemalt hat und die Kurt Heßkys Regie temperamentvoll belebt«. Vier Wochen später müssen diese beiden Künstler um ihr Leben bangen und fliehen. Josefovics kann in England, Hesky in Brasilien Zuflucht finden.

»Man sieht wieder eine Menge hübscher Girls – Harry Neufeld erfand für sie mannigfache originelle Tänze.« Harry Neufeld und Kurt Hesky werden in Brasilien wieder zusammenkommen. »Man hört wieder zu Beda-Versen Jara Beneš-Musik, sympathisch unprätentiöse, schmissige, fesche Musik zwischen Jazz und Walzer.« Fritz Löhner-Beda findet ein grauenhaftes Ende im Konzentrationslager, Jara Beneš’ Werke werden nicht mehr gespielt, er überlebt den Krieg in Wien, wird ausgebombt und verliert all sein Hab und Gut. Das Textbuch Hugo Wieners und Kurt Breuers gefällt – die beiden Autoren fliehen nach Kolumbien bzw. New York, wo sie sich in Exilkabaretts über Wasser halten. Die Rezension im Neuen Wiener Tagblatt stellt die Paare vor: »Die aparte und elegante Hulda Gerin heiratet den haltungsvollen Herrn Flemming.« Hinter dem Künstlernamen Hulda Gerin verbirgt sich Hilde Güden, die bis 1942, protegiert von Clemens Krauss, in Wien und München singen kann. Dann wird es auch für sie zu gefährlich und sie flieht nach Italien, wo sie den Krieg übersteht. Ihr Kollege Victor Flemming flüchtet nach Luxemburg, wo er von den Nationalsozialisten verhaftet und nach Theresienstadt deportiert wird. Mit dem letzten Transport am 28. Oktober 1944 findet er sein Ende in Auschwitz. Dasselbe Schicksal erleidet ein anderer Star der Volksoper: Ada Hecht.

image

Diese Zitate aus der Rezension von Alfons Wallis3 im Neuen Wiener Tagblatt vom 19. Februar 1938 machen exemplarisch den Kahlschlag deutlich, dem die Volksoper genau wie das gesamte österreichische Kulturleben ausgesetzt war. Künstlerinnen und Künstler jüdischer Herkunft, Jazz-Operette und pointiert-humorvolle Texte voller Witz und Verve – dies alles widerspricht der Nazi-Ideologie komplett und wird mit großer Vehemenz und Nachhaltigkeit ausgemerzt.

Jara Beneš und die Jazz-Operette, das Schreckgespenst der Nazis

Komponisten wie Paul Abraham, Oscar Straus, Jara Beneš, Bruno Granichstaedten sorgen dafür, dass die Operette am Puls der Zeit bleibt, moderne Tanzmusik aus Übersee wird sofort verarbeitet und integriert, die Orchester um neue Instrumente wie Saxophon, Banjo oder umfangreiches Schlagwerk erweitert. 1930 präsentiert Bruno Granichstaedten seine Operette Reklame am Theater an der Wien – erstmals ist eine Jazz-Band in die Partitur integriert. Im Programmheft folgt die Erklärung: »Man mag über die Jazzmusik denken wie man will. In einem Punkt sind sich ihre Feinde und Freunde einig: sie hat der Musik ganz gewaltige Anregungen gegeben, neue Klangfarben, neue Rhythmen und eine Renaissance der bereits als abgetan verschrienen Melodie. Den symphonischen Jazz führt der Komponist zu noch nie dagewesenen Höhen, bringt er zu eigenartigster musikalischer Wirkung. Man kann mit Recht sagen, daß hier das modernste Werk der Operette geschaffen wurde, und dennoch nur im Rahmen der guten alten Wiener Schule.«

Diesem Prinzip folgt auch Jara Beneš: Mit Der gütige Antonius erlebt er am 23. Dezember 1935 seinen Durchbruch an der Volksoper, bis April 1936 begeistert das neue Werk Publikum und Presse. Bis zu diesem Zeitpunkt sind Beneš’ Werke nur auf tschechischen Bühnen gespielt worden, er ist also für das Wiener Publikum eine willkommene Neuentdeckung. Den Text der drei Beneš-Operetten bearbeiten Fritz Löhner-Beda und Hugo Wiener – ein gutes und erfolgversprechendes Team. »Es muß also nicht mehr unbedingt ein Lehár, ein Kálmán oder ein Abraham sein. Herr Jara Beneš hat gezeigt, daß er es auch kann«, schreibt die Wiener Sonn- und Montags-Zeitung am 20. Jänner 1936. Beneš ist mit einem Satz in die erste Liga aufgerückt – sein Erfolg, der so vielversprechend in Wien begonnen hat, wird nur zwei Jahre anhalten. Danach finden sich seine Stücke noch ganz selten auf tschechischen Bühnen, in Österreich und Deutschland wird er totgeschwiegen. Zwar ist der Komponist selbst nicht jüdisch, die beiden jüdischen Librettisten reichen für einen Boykott der Revuen.

image

Der Komponist Jara Beneš

»Selbstverständlich hat das Dritte Reich die typisch jüdische und stark verjazzte Operette allmählich ausschalten müssen mit dem sehr erfreulichen Ergebnis, daß die Operettentheater aller großen und kleineren Städte, wo der arische Operettenkomponist gepflegt wird, nach wie vor volle Häuser zeigen.« Mit diesem Geleitwort zu Reclams Operettenführer zieht Hans Severus Ziegler im Jahr 1939 einen Schlussstrich unter eines der erfolgreichsten Kapitel der Operettengeschichte. Er ist es auch, der in der Wanderausstellung Entartete Musik den Jazz ebenso verteufelt wie die Werke der Zweiten Wiener Schule, aus der viele der an der Volksoper tätige Künstler hervorgehen.

In Deutschland werden all diese Werke ab der Machtergreifung der Nationalsozialisten am 30. Jänner 1933 ohnehin nicht mehr gespielt – weder auf der Bühne noch im Radio. Bereits im April 1933 verbannt Radio Berlin den Jazz aus all seinen Programmen, zwei Jahre später wird dieses Verbot für das gesamte Reichsgebiet übernommen. »Nichts Atonales, keine Fremdeinflüsse, keinen Swing, keine lateinamerikanischen Tänze, keine Hottentottenrhythmen der Nigger«, verkündet Eugen Hadamovsky entschlossen in seinem 1934 erschienenen Buch Dein Rundfunk. Das Rundfunkbuch für alle Volksgenossen. Damit bricht der größte Absatzmarkt für Werke, die den Vorstellungen der Nazis nicht entsprechen, weg, was Künstler, Verleger und Theaterdirektoren in große Bedrängnis stürzt.

Die Volksoper setzt in diesen schwierigen Jahren mit Recht auf den Erfolg von Revuen und Operetten: Jara Beneš’ Werke stehen in einer Reihe mit Sie, Johann …! – einer Operette aus der Feder Fritz Grünbaums und Ernst Behrends mit Musik von Paul Weiß –, mit Ralph Benatzkys Herzen im Schnee und Robert Stolz’ Die Reise um die Erde. Das Genre bringt dem Haus Publikum und gute Presse und macht es zum letzten Hort der Operette in Wien.

Bis zum 12. März 1938, dem Tag des »Anschlusses«, steht Gruß und Kuß aus der Wachau auf dem Spielplan, am Sonntag, dem 13. März, gibt es keine Vorstellung. Ab 14. März ist das Werk wieder zu sehen – als wäre nichts geschehen. Bereits am 15. März verkünden die Zeitungen in großen Lettern »Direktionswechsel in der Volksoper« und die Zeitung Arbeitersturm überschlägt sich förmlich. In einem Artikel mit dem Titel Kampf dem Judentum wird von ersten Verhaftungen berichtet: »Jede von diesen dunklen Gestalten muß aus seinem behaglichen Leben herausgerissen werden. Menschen, die ihr Leben lang von der Ausbeutung des Gastvolkes gelebt haben, gehören in das Sammellager. Sie sollen einmal in ihrem Leben arbeiten müssen, ohne irgend einen ›Rebbach‹ zu haben. Nationalsozialisten, seid auf der Wacht! Wer gegen Deutschland ist, dem werden wir das Handwerk legen.« Dagegen klingt der folgende Satz unter der Überschrift Die jüdischen Komödianten müssen verschwinden fast harmlos: »Aus der Volksoper werden die Juden Ernest, ein Rumäne, und Kowalevsky auszuscheiden haben.« Jean Ernest kann nach New York flüchten, aber nicht an seine Erfolge als Bariton und Direktor anschließen. Alexander Kowalewski überlebt den Krieg in Frankreich – nähere Umstände bleiben im Dunkeln.

Neuer Direktor der Volksoper wird der langjährige Vizedirektor Fritz Köchl gemeinsam mit dem Obmann der Betriebszellenorganisation, dem Geiger Hans Frauendienst. »Gruß und Kuß aus der Wachau bleibt im Repertoire«, steht am 16. März lakonisch in der Zeitung. Bis zum 17. Mai steht die Operette auf dem Programm, dann wird sie durch Der ewige Walzer des regimekonformen Heinrich Strecker ersetzt.

Um Jara Beneš wird es bald still. Wenige Aufführungen finden sich nach 1938, er verschwindet aus den Zeitungen. 1939 spielt das Centraltheater Dresden Auf der grünen Wiese, als Librettist ist V. Tolarsky angegeben, der die ursprüngliche tschechische Fassung geschrieben hat. Die deutschsprachige Fassung von Löhner-Beda und Wiener bleibt natürlich unerwähnt, stattdessen stehen Bruno Hardt-Warden und Rudolf Köller als Bearbeiter in der Ankündigung – die beiden haben auch das Libretto zu Der ewige Walzer verfasst. Noch bei der Verfilmung der Operette im Jahr 1953 werden die Namen der Librettisten Löhner-Beda und Wiener unterschlagen. Die schmissigen, flotten Jara-Beneš-Klänge haben keinen Platz mehr in den Nazispielplänen, er muss das Ende des Krieges abwarten, um wieder aufgeführt zu werden. Am 30. April 1947 kommt es zu einer kleinen Renaissance, im Theater am Schönbrunnertor wird Auf der grünen Wiese gespielt, am 1. August 1947 dirigiert der Komponist eine weitere Aufführung an den Kammerspielen. Zwei Jahre später stirbt Jara Beneš nur 52-jährig in Wien – und mit ihm auch seine Werke, die völlig in Vergessenheit geraten sind.

Die Librettisten. Fritz Löhner-Beda, Kurt Breuer und Hugo Wiener

Zehn Jahre lang, von 1928 bis 1938, schreibt Hugo Wiener Revuen für die Kabarettbühne »Femina«, von 1930 bis 1933 entstehen 25 dieser Werke gemeinsam mit Kurt Breuer. Heute ist in diversen Artikeln über die »Femina« zu lesen, dass nur Hugo Wiener Hausautor war. Warum ist Kurt Breuer verschwunden? Wie Hugo Wiener musste auch Breuer aus Österreich fliehen, Wiener kehrt nach dem Krieg zurück und zählt zu den Größen der Kabarettszene, erfreut sich großer Beliebtheit und schafft mit Schlagern für Cissy Kraner wie Der Nowak lässt mich nicht verkommen oder Ich wünsch mir zum Geburtstag einen Vorderzahn zeitlose Hits, die zum kulturellen Allgemeingut werden.

image

Kurt Breuer, Zweiter von links, als Autor des Volksstückes Die ZuwagRadio-Wien