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DR. MED.

ROMAN SZELIGA

HIRN MIT HERZ
HAT HAND
UND FUSS

Wie Humor und gute Gefühle
Ihr Leben verändern

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Besuchen Sie uns im Internet unter: amalthea.at

© 2020 by Amalthea Signum Verlag, Wien

Inhalt

Vorwort

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Mit Leib und Seele oder wenn der Körper zu uns spricht

Das ORGANigramm der LIFE GmbH

Die LIFE-GmbH-Kantine: unsere Hormon-Spezialitäten-Küche

Aus dem Leben geplaudert

Ihre Fahrkarte, bitte

Die Ärger-Manufaktur

Der WAU-Effekt!

Humor als Lebenseinstellung

Der Arzt Ihres Vertrauens und warum sein Leben ohne Humor wohl ganz anders verlaufen wäre …

Über das Lachen als Medizin

Vom Krankenhaus ins Leben

Humor, what else?

Humor, meine emotionale »Erste-Hilfe-Box«

Gute Gefühle 2 go

Die gute Nachricht ist die bessere!

Wertschätzung & Handschlagqualität – ein Plädoyer für vergessene Tugenden

Warum uns gute Beziehungen in jeder Beziehung guttun

Gute Gedanken sind die besseren!

Der gesunde Hausverstand

Warum es uns guttut, Gutes zu tun

Unterstützen tut gut!

Anmerkungen

Danke für Ihre Aufmerksamkeit – oder eine Handvoll Schlussworte

Willkommen im Wortreich oder Ehre, wem Ehre gebührt

Der Autor

Das Online-Seminar Heiterbildung von Dr. Roman Szeliga

Vorwort

Ich schreibe ein Buch, das heißt, ich schreibe es jetzt gerade in diesem Augenblick, wenn Sie es lesen, sozusagen in Echtzeit. Oder anders gesagt – es entsteht hier gerade etwas und Sie, geneigte Leserin, geneigter Leser, sind live dabei: als Stalker des Augenblicks! image

Es wird ein Buch über uns Menschen, über die täglichen kleinen und großen Herausforderungen, über Glück und Unglück, Sinn und Unsinn unserer Zeit, über Dienst nach Vorschrift im Gegensatz zu emotionalem Handeln mit Sensibilität. Über Regeln und Vorschriften und warum man sie auch mal brechen muss, und über den gesunden Hausverstand, der nicht aussterben darf.

Ein Buch über Wertschätzung und Handschlagqualität und Momente, die uns an der Menschlichkeit zweifeln oder an sie glauben lassen. Es wird ein Buch über das bewusste Erleben von schönen Dingen, von Beziehungen, Freundschaften und dass wir sie hegen und pflegen sollten, weil sie uns seelisch und körperlich guttun.

Sie merken schon, es wird ein gesundes Buch. Vielleicht liegt es daran, dass ich Arzt bin. Und als solcher und Humorexperte weiß ich: Eine gute Lebenseinstellung und gute Gefühle zu haben, diese bewusst wahrzunehmen und sie auch an andere Menschen weiterzugeben, kann die Welt verändern. Im Kleinen wie im Großen!

Es wird auch ein Buch über die nach wie vor unterschätzte Auswirkung von Gefühlen – positiven und negativen – auf unsere Gesundheit. Jede emotionale Veränderung macht etwas mit und in unserem Körper, ist gesund oder schadet uns.

Trotz mancher ernsten Themen wird es ein humorvolles Buch, denn der sagenhaften Kraft dieser ansteckenden, positiven Emotion habe ich mich seit über 25 Jahren verschrieben. Weil Humor Menschen verbindet – uns guttut, Konflikte löst, neue Perspektiven eröffnet, Kraft gibt, und das in allen Lebenslagen. Humor ist gesund!

Ja, Gesundheit wird bei mir immer großgeschrieben – es ist schließlich ein Hauptwort. Außerdem bin ich Mediziner mit Leib und Seele, auch wenn ich seit einiger Zeit nicht mehr in diesem schönen Beruf aktiv tätig bin.

Was war die Motivation, dieses Buch zu schreiben?

Ich bin als Redner, Coach und Agenturchef viel unterwegs: auf kleinen und großen Showbühnen, in stylischen, ultracoolen Seminar-Locations, in Altstadthotels mit ungewolltem Retrocharme und in sterilen Kongresshallen mit Hightech-Feeling.

Ich sitze viel in den Business-Lounges dieser Welt herum, sinniere an Würstelständen vor Regionalbahnhöfen über das Leben, weil wieder einmal ein Zug den Fahrplan ignoriert, und treffe in den Vorstandsetagen, den Klassenzimmern und im Internet unzählige Menschen mit ihren kleinen und großen Träumen, Problemen und Lebenszielen.

Dabei habe ich gelernt – und bin fest davon überzeugt –, dass wir sehr, sehr viel in unserem Leben selbst in der Hand haben, vieles mitgestalten, mitbestimmen können, uns aber oft der Mut und das Vertrauen in uns selbst fehlt. Es ist immer einfacher, andere für das eigene Schicksal verantwortlich zu machen, als zu überlegen, was man selbst zu einer positiven Veränderung beitragen kann.

Ich habe deswegen auf die Unterstützung durch eine professionelle Partneragentur für dieses Projekt gesetzt, meine ganz persönliche LIFE ORGANisation GmbH.

Von Mal zu Mal werden sich diese hoch spezialisierten Health Busters spontan und überraschend in meine Geschichten einmischen. Ich wollte es zuerst verhindern, aber man soll ja auf seinen Körper hören, oder? image

Vorgestellt wird dieses hormongesteuerte Traditionsunternehmen gleich auf den nächsten Seiten, in Form eines Organigramms. Und warum weder die Laus, die über die Leber läuft, noch der Stein, der einem schwer im Magen liegt, etwas Gutes bedeuten, erfahren Sie auch auf den kommenden Seiten.

Das Geheimnis, dem Wahnsinn des Alltags ein Schnippchen zu schlagen, ist gar keines! Oft hilft es, nur ein wenig zu reflektieren, die Perspektive zu wechseln, um Situationen und Schwierigkeiten in einem anderen Licht zu sehen. Und dennoch ist es oft so schwer. Oder vielleicht doch nicht? Ansichtssache und Einstellungssache.

Ich würde mich freuen, wenn dieses Buch ein wenig dazu beiträgt, dass Sie sich freuen können, auch wenn es einmal wenig zu freuen gibt! Wenn Sie die Galle nicht hochkommen lassen, auch wenn sie es verdient hätte. Vielleicht finden Sie auch das eine oder andere im Buch lustig und witzig, das ist erlaubt und schadet nicht.

Ich nehme Sie jetzt mit in mein Leben, auf die Reise von Mensch zu Mensch, zu Freunden, Bekannten, zu wildfremden Zufallsbekanntschaften. Ich lasse Sie teilhaben an skurrilen Situationen, emotionalen Geschichten, denkwürdigen Augenblicken, die Sie wahrscheinlich auch selbst alle in dieser oder ähnlicher Form erlebt haben. Ich lade Sie ein zu persönlichen Begegnungen und den vielen Pointen des Lebens, die hinter jeder Ecke lauern, nur um von uns erkannt zu werden.

Kommen Sie mit?

Dann los!

PS: Ich habe in diesem Buch auf durchgehendes Gendern verzichtet. Glauben Sie mir, ich schätze Frauen sehr (meine Frau wird Ihnen das sicher bestätigen, wenn ich ihr dafür einen »hochkarätigen« Grund liefere). Ich bin jedoch der Ansicht, dass ich die Wertschätzung für Menschen, egal welchen Geschlechts, anders und besser zum Ausdruck bringen kann als durch ein oder kein großes I.

Ich danke für Ihr Verständnis!

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Hirn mit Herz hat Hand und Fuß

Wirkstoff:

20 g Freude

45 g Wertschätzung

66 g Bauchgefühl

43 g motivierende Impulse

98 g ansteckender Humor

Lesen Sie bitte die gesamte Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen; sie enthält wichtige Informationen.

1. Was ist Hirn mit Herz hat Hand und Fuß, wofür wird es angewendet?

Das vorliegende Werk ist ein Buch, das aus der Seele kommt. Also Ihres kommt wahrscheinlich aus der Buchhandlung. Es ist ein Mitmach-, ein Mitlach-Buch, aber auch ein Mitwein-Buch. Ein Reinstaun-Buch, ein medizinisches Aufklärungsbuch.

Es ist ein Wohlfühl-Buch, ein Nachdenk-Buch, ein Ausprobier-Buch und ein Bestätigungsbuch! Es ist mein ganz persönliches Buch. Für Sie. Mit Ideen für ein besseres, sinnvolles und humorvolles Miteinander. Hochdosiert und rezeptfrei.

Ein kleiner, feiner und gar nicht steriler Ratgeber mit langer Halbwertszeit, der zeigt, wie wir es selbst in der Hand haben, aus Sorgen, Stress und Anspannung ein Leben »ohne Wenn und Aber«, dafür mit viel »Jetzt erst recht« zu machen!

Die enthaltenen Wirkstoffe Kreativität, Ehrlichkeit, Freude, Lust und Leichtigkeit haben eine rasch einsetzende, stimmungsaufhellende und in vielen Fällen lang anhaltende positive Wirkung.

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Hirn mit Herz hat Hand und Fuß beachten?

Hirn mit Herz hat Hand und Fuß darf nicht angewendet werden,

imagewenn Sie allergisch gegen neue Ideen, empathische Kommunikation und Humor sind.

imagewenn Sie Hautausschläge und Pusteln bei jedem Veränderungsprozess bekommen, auf Scherzinfarkte so gar nicht stehen oder bei starkem Schmunzeln an Zwerchfellkrämpfen oder Luftmangel leiden.

imagewenn Sie prinzipiell gegen alles sind und Ihr Leitspruch lautet: »Das haben wir schon immer so gemacht!«

3. Einnahme von Hirn mit Herz hat Hand und Fuß zusammen mit anderen Arzneimitteln

Bisher sind keine Wechselwirkungen eingetreten.

4. Schwangerschaft und Stillzeit

Sie dürfen Hirn mit Herz hat Hand und Fuß auch bedenkenlos während der Schwangerschaft und Stillzeit verwenden. Eine Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ist nicht notwendig.

5. Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Wir raten davon ab, Hirn mit Herz hat Hand und Fuß während des Bedienens von Maschinen, beim Autofahren, während des Sexualverkehrs oder im Operationssaal »einzunehmen«. Ausnahmen bestehen, wenn Sie sich das Buch bei den geschilderten Situationen vorlesen lassen.

6. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Medikament Nebenwirkungen hervorrufen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit bei fast allen Patienten auftreten.

Folgende Nebenwirkungen sind bekannt: Leichtigkeit in der Kommunikation, Erkenntnisgewinn, Schmunzeln, Lernen und Neudenken. Langfristig können auch, wie in Punkt 1 festgehalten, positive Verhaltensänderungen eintreten.

7. Dosierung

Sie können das Buch nur an Tagen, die mit »g« enden, lesen. Und an Mittwochen!

Dosierungsempfehlung:

Erwachsene (Kinder und Jugendliche, wenn Interesse besteht): mindestens 20 Seiten pro Tag, in schweren Fällen kann die Dosis auf bis zu 60 Seiten pro Tag erhöht werden. Diese Tagesmaximaldosis sollte allerdings nicht überschritten werden. Um dies zu erleichtern und allfälliger Suchtgefahr vorzubeugen, wurde eine sogenannte »letzte Seite« in die chemische Struktur von Hirn mit Herz hat Hand und Fuß eingebaut.

8. Art der Anwendung

Um Hirn mit Herz hat Hand und Fuß zu verwenden, beginnen Sie bitte von links nach rechts und von oben nach unten. Nach ein, zwei Seiten wird Ihnen die Verfahrensweise nicht mehr schwerfallen. Halten Sie bitte Stift und Block bereit, um sich Notizen zu machen, falls Sie Hirn mit Herz hat Hand und Fuß nicht mit Leuchtmarkern verunstalten wollen.

Sie können mit der Wirkstoffaufnahme selbstverständlich an jeder beliebigen Stelle pausieren und die Inhalte jederzeit erneut lesen, sollten Sie etwas nicht verstanden oder eine der Passagen außergewöhnliche Glücksgefühle in Ihnen ausgelöst haben.

Viel Spaß bei der Einnahme!

Ihr Dr. Roman Szeliga

Mit Leib und Seele oder wenn der Körper zu uns spricht

Das ORGANigramm der LIFE GmbH

Da ich nach akribischer Recherche festgestellt habe, dass jeder Mensch auf seine eigene LIFE GmbH zugreifen kann, möchte ich hier nur einige Parameter erwähnen, die sich hinter dem Namen dieses vitalen Unternehmens verstecken können.

LIFE steht bei mir unter anderem für:

L wie Liebe, Lachen, Lust

I wie Impulse, Ideen, Inspiration

F wie Freude, Frohsinn, Fairness

E wie Empathie, Erlebnis, Energie

Und GmbH steht für »Gemeinschaft mit belebendem Humor«.

Gerne möchte ich Ihnen die Vorstandsebene kurz mit ihren Aufgaben und Funktionen vorstellen, die Abteilungsleiter und Stabstellen auszugsweise im Überblick.

Vorstand:

DR. HUBERT HIRN, CEO

MAG. BETTINA BAUCH, Innovationsmanagerin

UNIV.-PROF. DR. HANNA HERZ, HR-Chefin

DR. MARIE-THERES MUND, Unternehmenssprecherin

OLIVER OHR, MLitt, BSc, Außenstellenleiter

DIPL.-ING. MARKUS MAGEN, Ombudsmann und Leiter der Verdauungs- und Entsorgungsabteilung

LIFE GmbH

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Dr. Hubert Hirn

CEO und kreativer Kopf des Unternehmens

Er hat das Denken erfunden, weiß alles besser und hat meistens recht. Hubert ist die Zentrale des Unternehmens, das ist nicht nur meine Meinung, sondern vor allem seine. Hubert ist immer bemüht, den Überblick zu behalten, da seine Mitarbeiter sich aber nicht immer einig sind, gestaltet sich das schwierig. Manchmal muss Hubert daher ein Machtwort sprechen, damit wieder Ordnung einkehrt. Viele Kollegen des Unternehmens Körper oder der, neudeutsch, LIFE ORGANisation GmbH nennen ihren Chef liebevoll Hubert the Brain.

Ja, Hubert, das Hirn, ist die allumfassende Schaltstelle unseres Denkens und Impulsgeber für nahezu alle Funktionen in unserem Körper, unser ganz persönlicher CEO. Alle wichtigen Bewegungsmuster, Denkarten und Körperfunktionen werden von ihm gesteuert, koordiniert und überwacht. Bei Hubert sind aller guten Dinge nicht drei, sondern vier: GROSSHIRN, KLEINHIRN, ZWISCHENHIRN und HIRNSTAMM. Manche haben aber auch ein kleines Großhirn und manche zwischen Hirn und Schädel viel Stamm! image

Wussten Sie, dass man in der Antike glaubte, das Gehirn diene allein der Kühlung des Blutes? Bei manchen Menschen stimmt das auch! image Aber das ist eine andere Geschichte … Apropos: Quallen haben 600 Millionen Jahre ohne Hirn überlebt. Das gibt manchen Menschen Hoffnung.

Das GROSSHIRN ist der größte Teil unseres Gehirns. Deswegen heißt es auch so. Clever nicht? Das Großhirn ist von einer dicken Hülle umschlossen, die Hirnrinde genannt wird. Diese kann eine Stärke von bis zu 5 mm erreichen. Unsere Lern-, Sprech- und Denkfähigkeit sind in ihr verankert und auch das Bewusstsein hat hier seit Urzeiten seinen angestammten Platz. Und natürlich unser Gedächtnis. Jener Ort, der bei Frauen besonders gut ausgeprägt ist und bei Männern oft rudimentär. Vielleicht ist das der Grund, warum viele Frauen mehr wissen, als wir Männer vergessen können!

Das KLEINHIRN sorgt für Koordination und Gleichgewicht im Körper und ist besonders bei übermäßigem Alkoholgenuss gefordert. Es ist auch für die unbewusste Aufnahme von Erfahrungen und Lerninhalten sowie für die Entwicklung der Sprache zuständig. Das Kleinhirn speichert für uns unbewusste Dinge ab und ruft sie wieder auf, sobald wir sie brauchen. Auch dieser Hirnanteil zeigt sich in der partnerschaftlichen Diskussion als sehr kreativ und engagiert. Aber Hubert hat alles unter Kontrolle. Meint er …

Dazwischen liegt das, richtig, ZWISCHENHIRN. Es steuert unseren Tag-Nacht-Rhythmus, körperliche Bewegungsabläufe, die man mehr oder weniger trainieren kann, und gibt das Signal, wenn etwas schmerzen soll (hier dürften wir Männer besonders aus dem Vollen schöpfen …). Im Zwischenhirn besteht eine Verbindung zu unserem Nerven- sowie Hormonsystem. Wenn Sie auf die heiße Herdplatte greifen oder an falschen Tagen Ihre Tage bekommen, spielt es dort im Zwischenhirn Granada!

Last, but not least: Der HIRNSTAMM ist der rein aus Nervenzellen und -strängen bestehende Teil unseres Denk- und Steuerungsorgans. Hier wird jegliche Form von Sinnesreizen registriert und verarbeitet sowie unsere Reflexe gesteuert.

Das ist also der Chef, der Big Boss, der Macher – Hubert the Brain, der die meisten Entscheidungen unseres Körpers trifft. Glaubt er …

Univ.-Prof. Dr. Hanna Herz

Personalchefin und gute Seele von LIFE

Viele Aufgaben im täglichen Leben sind ihre ganz spezielle Herzensangelegenheit. Manchmal nimmt Hanna sich auch zu viel zu Herzen, und das schafft im ganzen Unternehmen Unruhe und ein Unwohlsein, mit zum Teil fatalen Auswirkungen.

Sie ist der Motor unseres Seins. Sie hüpft vor Freude und lässt so auch die Herzen anderer höherschlagen. Manchmal fühlt sie als empathische »Personalchefin« unseres Körpers auch tiefen Schmerz.

Hanna Herz ist sehr sensibel, man muss sorgfältig mit ihr umgehen, will man sie nicht verletzen. Im Gegensatz zu Nina und Nora Niere, den Zwillingsschwestern, die einen Teil der Transportabteilung leiten und bei der LIFE GmbH alles zu zweit lösen, ist Hanna auf sich allein gestellt. Gut, sie hat für ihre Arbeit zwei Kammern und zwei Vorhöfe, aber auch verdammt viel Arbeit zu erledigen. Relaxen ist in ihrer Abteilung ein No-Go. Nichts ist’s mit nach Hause gehen um 17 Uhr, langen Mittagspausen oder Urlaub.

100 Prozent Leistung, 24 Stunden am Tag, ein ganzes Leben lang! Aber sie weiß, was sie fit erhält: Sport, gesunde Ernährung und nette Menschen. Und vor allem humorvolle Zeitgenossen, die sie zum Lachen bringen.

Forschungen haben belegt, dass fröhliches, herzhaftes Lachen die Muskulatur der Herzwände relaxiert und so die Durchblutung fördert. Es fasziniert mich immer wieder, wie viele Muskeln beim Lachen aktiviert werden: Es sind geschätzt fast 300 große und kleine beteiligt, wodurch zum Beispiel tiefer und schneller geatmet wird. Allein der klassische Lachmuskel im Gesicht, der Musculus zygomaticus, koordiniert 15 »Kollegen« und unterstützt sogar durch Kontraktionen, dass wir Tränen lachen können! Folglich werden Herz und Kreislauf in Schwung gebracht und die Lungen besser mit Sauerstoff versorgt. Das liebt unsere Hanna!

Hanna ist ein Energiebündel, ein Atomkraftwerk, eine Dauerbrennzelle! Mit der Energie, die sie jeden Tag erzeugt, könnte ein Lastwagen über 30 Kilometer bewältigen. Bei einem durchschnittlichen Lebensalter von 71 Jahren ginge sich die Strecke bis zum Mond und wieder zurück aus! Und wenn Hanna voll in Fahrt ist, wenn sie körperliche Leistungen pushen möchte, pumpt sie durch die über 100 000 Kilometer Blutgefäße in unserem Körper nicht 5,6 Liter pro Minute wie im Normalzustand, sondern bis zu 20 Liter!

Noch ein paar Infos zu unserer herzlichen Hanna gefällig? Das menschliche Herz schlägt pro Minute etwa 70 Mal, also – jetzt zeigt sich die allgemeine Schulbildung – 100 000 Mal am Tag. Bis zu einem Alter von 80 Jahren schlägt es daher fast 3 Milliarden Mal. Das Herz einer Frau ist zwar etwas kleiner, schlägt aber durchschnittlich schneller als das eines Mannes (ein guter Vergleich, wenn auch im Einzelfall nicht wissenschaftlich evaluiert: Das eigene Herz entspricht in etwa der eigenen Faustgröße). Die beiden Geschlechter ticken also wirklich in Herzensangelegenheiten unterschiedlich. Das wissen viele Frauen, und wir Männer sollten das auch wissen!

Bei verliebten Paaren schlägt das Herz synchron, wenn sie einander drei Minuten lang in die Augen schauen. Das haben Forschungsergebnisse gezeigt, den physiologischen Hintergrund kennt man aber bis heute nicht genau.1

Aber es gibt auch ein anderes Gefühl Hannas: die Trauer. Bei Verlust oder Tod eines geliebten Menschen haben wir Mediziner eine sogenannte Stress-Kardiomyopathie beobachtet, im Volksmund auch »Broken-Heart-Syndrom« oder auf Deutsch »Gebrochenes-Herz-Syndrom« genannt.

Patienten mit diesem Syndrom leiden an einer Funktionsstörung des Herzmuskels, die zu ähnlichen Beschwerden wie bei einem Herzinfarkt führt, obwohl die Herzkranzgefäße an keiner Stelle verstopft sind. Durch die große emotionale Belastung schüttet der Körper Stresshormone, Katecholamine und Adrenalin, aus, und das Herz arbeitet nicht mehr richtig. Wahrscheinlich kommt von hier der Satz: »Das bricht mir jetzt das Herz!«

Dieses Phänomen wird auch bei extrem cholerischen Menschen beobachtet und solchen, die eine extrem niedrige Frustrationstoleranz haben und bereits bei leichter Irritation zu überschießenden Gefühlsausbrüchen neigen. Das sollte uns allen zu denken geben, vor allem aber den Hitzköpfen, Sympathieverweigerern und Dauermotzern unserer Zeit!

Diese physiologischen und anatomischen Facts haben Sie vielleicht schon gekannt, aber es gibt noch eine spannende Schnittstelle zwischen Herz, Hirn und unserer Gefühlswelt, die viel zu unbekannt ist, obwohl sie für unser Leben voller Herausforderungen und Hektik ein sinnvoller gesundheitsfördernder und -erhaltender Modulator sein kann: Psychokardiologen beobachten seit Längerem das Phänomen der sogenannten »Herzratenvariabilität« (HRV) und welche Effekte Stress, innere Unruhe, Belastungsdefizite und psychische Störungen auf Hanna Herz haben können.

Das physiologische Erscheinungsbild HRV ist die Variation des Zeitabstands zwischen aufeinanderfolgenden Herzschlägen in Millisekunden. Schlägt das Herz also etwas unregelmäßig, mit fast unmerklichen Abweichungen, deutet alles darauf hin, dass wir Menschen gut für die Anforderungen des Lebens, für das Unerwartete des Augenblicks und das generell hohe Tempo unserer Zeit gewappnet sind. Viele moderne Wearables wie Fitnessbänder oder Smartwatches nutzen dieses Phänomen zur Beurteilung der Herzgesundheit.

Es ist daher nicht gesund, wenn unser Herz rhythmisch wie ein Metronom schlägt, sondern ein Warnsignal oder Zeichen für Ängste, Dysstress, Frustration oder Leistungsdruck. Die Folgen davon sind: Vorstufen oder ausgeprägte Depressionen beziehungsweise ständige innere Anspannung, die den Herzrhythmus weiter unflexibel machen – ein hohes Risiko für kardiovaskuläre Events: Herzinfarkt oder plötzlichen Herztod.

Bereits 2004 zeigte sich im Rahmen der in der medizinischen Fachzeitschrift Lancet publizierten groß angelegten kardiologischen Studie Interheart2, dass nicht immer die klassischen Wohlstandsrisikofaktoren (Übergewicht, Alkohol, hohe Blutfettwerte, Bluthochdruck, Nikotinkonsum) die Ursache für einen Herzinfarkt sind. 30 000 Herzpatienten wurden in diese Studie aufgenommen und untersucht. Bei über der Hälfte (!) bestand zwischen dem Herz-Kreislauf-System und dem seelischen Befinden eine enge Verbindung. Psychosoziale Probleme wie Depressionen oder negativer Stress griffen das Herz fast so stark wie klassische Risikofaktoren an.

Aber dem nicht genug. In Folgeuntersuchungen zeigte sich, dass bis dato unbeachtete negative Stimmungen oder Parameter aus unserer Gefühlswelt, wie Frustration, Gier, Neid, Ärger, Unzufriedenheit, Eifersucht, mangelnde Wertschätzung etc., in Wechselwirkung zu unserem Herz-Kreislauf-System stehen, mit zumeist mittelfristigen oder langfristigen negativen Auswirkungen.

Hier noch ein paar weitere interessante MEDIZINISCHE FACTS, die Sie unbedingt wissen sollten. Dafür breche ich sogar die ärztliche Schweigepflicht! image

imageDa das Herz eigene Impulse erzeugt und somit sein eigener Generator ist, kann es auch außerhalb des Körpers weiter schlagen, sofern es mit ausreichend Sauerstoff versorgt wird. Aber wer will das schon, außer die Herzchirurgen … image

imageIn der medizinischen Fachzeitschrift Lancet berichteten Wissenschaftler anhand von Gesundheitsdaten und kardiorelevanten Parametern von 400 000 Menschen, dass Personen, die sich nur 15 Minuten am Tag körperlich betätigen, ihr Risiko, einen tödlichen Herzinfarkt zu erleiden, um 20 Prozent reduzieren und ihr Leben um circa drei Jahre verlängern. Das ist doch mal eine Option, oder? Bereits im Kindesalter kann man übrigens für später vorbeugen. Hier sind eine Stunde Bewegung am Tag präventiv wirksam!

imageEs war Platons Idee, dass das Gehirn für das Denken und das Herz für die Leidenschaften verantwortlich ist. Diese Philosophen …

imageLachen tut unserem Herzen wirklich gut: Lachen gleicht Stresshormone aus, reduziert Entzündungen in den Arterien und erhöht das HDL, das sogenannte »gute« Cholesterin. Diese Effekte halten nach Angaben der American Heart Association durchschnittlich 24 Stunden an.

imageUnd die wichtigste Information, die Ihr Leben bestimmt intellektuell bereichern wird, zum Schluss: Die Feenfliege, Tinkerbella Nana, eine Art Wespe, einen Viertelmillimeter klein, hat das winzigste Herz von allen Lebewesen.

Mag. Bettina Bauch

verehelichte Bettina Magen, sensible Innovationsmanagerin oberhalb der Gürtellinie, am Nabel der Kommunikationswelt

Bettina ist ihrem Chef manchmal ein Dorn im Auge, obwohl beide wissen, was sie aneinander haben. In Wahrheit sind sie ja ein Herz und eine Seele. Das finden das Herz und die Seele wieder doof, aber das ist eine andere Geschichte. Genauso wie die Tatsache, dass Bettina mit MARKUS MAGEN liiert war oder noch ist. Ob platonisch oder physiologisch ist ein Betriebsgeheimnis.

Bettina trifft zum Leidwesen ihres Chefs mit Gefühl viele Entscheidungen schneller, effizienter und dazu noch besser. Hier stellt sich die Frage: Kopf oder Bauch? Oder beides? Was ist das Bauchgefühl denn nun wirklich?

Das Bauchgefühl

Wer gute Entscheidungen treffen möchte, sollte sich auf seine Bettina und ihr Bauchgefühl verlassen können. Das Gute ist, den Bauch haben wir, wie unser Hirn, immer dabei. Manche Männer tragen sogar recht viel Bauchgefühl vor sich her. image Aber was ist eigentlich mit »Bauchgefühl« gemeint, und warum liegen wir mit den sogenannten »Bauchentscheidungen« so oft richtig?

»Ein Bauchgefühl oder eine Intuition ist eine Art gefühltes Wissen«, sagt Prof. Dr. Gerd Gigerenzer, seines Zeichens Direktor des Forschungsbereiches »Adaptives Verhalten und Kognition« am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin. Es zeichnet sich durch drei Dinge aus:

1) Es taucht rasch im Bewusstsein auf.

2) Bis dato ist ungeklärt, warum dieses Bauchgefühl plötzlich da ist.

3) Es ist stark und lenkt viele Entscheidungen in unserem Leben.

Allein in der Bauchregion befinden sich über 100 Millionen neuronale Vernetzungen und Nervenzellen, was um ein Vielfaches mehr ist als etwa im Rückenmark. Der signifikante Vorteil des Bauchgefühls ist daher: Es reagiert schneller, als der Kopf es kann.

Wissenschaftler erklären sich diesen Effekt so, dass die Intuition ein Geflecht aus Erinnerungen und Erfahrungen ist. Und da diese schneller abrufbereit sind als ein komplexer Gedankengang, eine Überlegung, eine mentale Recherche, kommt es uns so vor, als wüssten wir automatisch, ob eine Situation gut oder schlecht für uns ist. Das kann sich natürlich auch manchmal negativ auswirken, wenn man vorschnell auf Empfindungen reagiert.

Daraus folgt: Wer kein Fachwissen oder Erfahrung hat und nur durchs Leben taumelt, sollte sich nicht unbedingt auf seine Intuition verlassen. Er wird vermutlich auch keine intuitive Eingebung bekommen.

Und noch etwas Cooles hat der Psychologe Dr. Gigerenzer herausgefunden: Man kann den Bauch trainieren – die Bauchmuskeln, aber vor allem das Gefühl, das in ihm schlummert. Wir müssen lernen und üben, unserer Intuition und den dahinterstehenden drei Faustregeln zu vertrauen:

imageHalte dich an das, was du kennst.

imageMach das, was das letzte Mal erfolgreich für dich war.

imageEin einziger guter Grund reicht, um etwas zu tun.

Nicht immer sind Entscheidungen leicht und schnell zu treffen. Deshalb ist Bedenkzeit in vielen Fällen wichtig. Wer sich mit Entscheidungen schwertut, sollte diese Tipps beherzigen:

TIPP 1: Fangen Sie mit einfachen Bauchentscheidungen an: »Soll ich nach dem Schweinebraten noch dieses außergewöhnliche, bestimmt köstliche Dessert verschlingen?« Die Augen sagen Ja, der Bauch sagt Nein! image Hören Sie auf Ihren Bauch!

TIPP 2: Wie oft im Leben gilt: Weniger ist mehr. Komplexe Probleme brauchen nicht immer komplexe Lösungen. Suchen Sie zunächst nach einfachen, praktikablen Lösungen.

TIPP 3: Und wie bei jedem Training braucht es auch hier den Mut zu scheitern, den Mut zu falschen Entscheidungen. Trauen Sie sich ruhig, Fehler zu machen, und stehen Sie dazu. Alle Beteiligten können daraus lernen und beim nächsten Mal anders entscheiden.

Von Managern habe ich bei Seminaren und Coachings oft gehört (meistens in persönlichen Gesprächen abseits vom Seminarraum an der Bar oder bei einer Wanderung), sie würden zwar gerne, können aber meist nicht zugeben, dass sie bei wichtigen Entscheidungen auf ihr Bauchgefühl gehört haben.

Warum? Weil von vielen Seiten von den CEOs dieser Welt eine rationale Begründung ihrer Entscheidungen verlangt wird. Weil man Bauchentscheidungen nicht rational begründen kann, werden sie oft nicht akzeptiert. Auch verständlich, denn ich weiß nicht, wie die Aktionäre reagieren, wenn der Vorstand eines DAX-Unternehmens seine negative Unternehmensentscheidung mit dem Satz begründet: »Ach, das habe ich einfach g’spürt!« image

Dennoch, und das ist das Schöne daran: Je höher Manager in der Hierarchie gekommen sind, desto öfter nutzen sie das Bauchgefühl und stehen auch dazu. Wenn sie allerdings Entscheidungen gegenüber Dritten rechtfertigen müssen, so wie in meinem Beispiel, würden sie laut einer Untersuchung ihre Intuition verschweigen und rationale Gründe nachschieben. Der einfache und traurige Grund: Zu viele Firmen haben keine Toleranz für Fehler. Dafür Leit(d)bilder in Hochglanz an der Wand, auf denen die Menschlichkeit im Mittelpunkt steht.

Dr. Marie-Theres Mund

Unternehmenssprecherin

Marie-Theres Mund kann selbigen oft nicht halten. Und genau das ist ihr Job: Sie ist das Sprachrohr des Unternehmens.

Manchmal wäre es allerdings besser, wenn sie die Klappe halten oder zumindest vorher mit Hubert Hirn Rücksprache halten würde. Ansonsten lebt sie ihre wichtige Kommunikationsfunktion mit Leib und Seele und mit Begeisterung, vom Aufwachen bis zum Einschlafen. Etwaige Selbstgespräche oder Selbstkommunikation während des Schlafens sollen hier nicht weiter beleuchtet werden, da sie in Marie-Theres Munds Privatsphäre gehören.

Ach ja, Marie-Theres hat sich beim evolutionsrelevanten Einstellungsgespräch bereits vehement gegen das Klischee gewehrt, Frauen reden mehr als Männer.

In diversen Pseudo-Studien geistern Fantasiezahlen durch die Medienlandschaft: Frauen kämen auf etwa 7000 Wörter pro Tag, Männer nur auf 2000. An anderen Stellen liegen Frauen gar bei 30 000, Männer bei 12 000. All das dürfte nun widerlegt sein: Beide Geschlechter reden in etwa gleich viel, haben Psychologen in einer rezenten, und betrachtet man das Studiendesign, seriösen Studie festgestellt. Sie haben sogar elektronisch gezählt, wie viele Wörter im Tagesdurchschnitt aus Mann und Frau heraussprudeln: Frauen verwenden circa 16 214 Wörter, Männer 15 669. Zwar bleiben die Frauen Sieger, doch ist die Differenz laut den Forschern statistisch nicht signifikant.

Oliver Ohr, MLitt, BSc

Außenstellenleiter des Unternehmens

Oliver schnappt ständig Informationen auf, die schon mal das eine oder andere Organ aufwühlen. Er hört das Gras wachsen, startet Lauschangriffe, ist für viele offen und kommt doch schon langsam in die Jahre, da er nicht immer alles mitbekommt (oder soll ich lieber sagen: mitbekommen möchte). Medizinisch gesehen nennt man dieses Phänomen eine »passagere Schwerhörigkeit«, die sich insbesondere in längeren Beziehungen manifestiert und bei beiden Geschlechtern gleich ausgeprägt ist.

Dipl.-Ing. Markus Magen

Ombudsmann und erster Ansprechpartner der Verdauungs- und Entsorgungsabteilung

Markus Magen hat oft viel zu verdauen. Viele Sorgen, Ängste und Probleme liegen bei ihm herum, und er muss immer darauf achten, rasch Lösungen zu finden, sonst geht’s in seiner Abteilung rund. Immer dann nämlich, wenn er Vorkommnisse oder Entscheidungen seines Bosses zum Kotzen findet.

Er arbeitet bestens mit DANIEL DARM zusammen. Daniel ist etwas benachteiligt, was seine Büroräumlichkeiten betrifft, er arbeitet in vollkommener Dunkelheit und hat, sorry, das muss ich so sagen, mit viel Scheiße zu tun. Einige sagen sogar, er hätte die Arschkarte gezogen. Letztendlich arbeitet er ja auch am Arsch der Welt. Aber einer muss den Job ja machen!

Markus und er sind seit Jahren ein Dream-Team, wobei Markus auch mit weiteren Mitarbeitern seiner Abteilung wie LENA LEBER und GUNDULA GALLE kooperiert. Die Zusammenarbeit mit Letzterer hat manchmal einen bitteren Beigeschmack, wobei sie nur ihren Job macht.

Liebe geht durch den Magen, aber leider auch einiges andere

Warum ist Markus Magen so eine zentrale Schlüsselfigur in unserem täglichen Miteinander? Emotionsforscher haben abseits seiner bekannten Verdauungsexpertise interessante Verbindungen zwischen psychologischen Aspekten und medizinischen Funktionen entdeckt: Der Magen steht für Geborgenheit, innere Zufriedenheit, Sicherheit und Schutz. Das erklärt auch, warum Magenbeschwerden oft nervöse Ängste zugrunde liegen. Man vertraut zu wenig auf sein eigenes Potenzial, seine individuellen Fähigkeiten. Schockierende Ereignisse, Belastungen und Kränkungen liegen dann wie der berühmte »Stein im Magen«.

Markus Magen symbolisiert auch die emotionale Verteilungskompetenz: Wie geht man mit neuen Informationen, neuen Aspekten und Eindrücken um? Im Magen wird viel Neues analysiert und damit »verdaut«.

Fehlt das Selbstbewusstsein, die innere Sicherheit, die Selbstverständlichkeit, Probleme bewusst wahrzunehmen, und ist man nicht Kapitän, sondern Passagier seiner Gefühle, so kommt es oft zu unbewussten, nicht gewollten Anpassungen und damit zu Magenerkrankungen und Verdauungsstörungen.

Holt man Emotionen und Ängste an die Oberfläche und stellt sich ihnen, befreit man sich von unnötigem seelischen Ballast. So betrachtet ist eine ballaststoffreiche Gefühlsnahrung ohne Selbstreflexion nicht zu empfehlen! image

Lena Leber, MBA

Security Officer und Support-Chain-Expertin

Lena Leber ist immer die erste Ansprechpartnerin, wenn es um die Entsorgung und den Abbau von Schad- und Giftstoffen in unserem Körpersystem geht. Dabei erfüllt sie verschiedene spannende Funktionen, liebt ihren Job und ist selten eine beleidigte Leberwurst. Vielleicht dann, wenn es mal wieder zu viel Alkohol zu verstoffwechseln gibt … image